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Ins Museum, mit dem Handy in der Hand!

Tweevening (Tweetup) im historischen Museum in Basel

2013-05-31

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Twittern im Museum für Moderne Kunst

Vielleicht ist die Aktion eher eine Performance, ein Museumsflashmob mit medienkritischem Anspruch, der zeigen soll, wie kurzatmig das Kulturerleben geworden ist in einer Gesellschaft, in der sich alles ständig mit jedem auf Twitter oder Facebook teilen lässt, in der sich für manchen auch der Wert einer Ausstellung in den digitalen Einheiten von „Likes“ oder „Followers“ ausdrückt.

Anne Kohlick und Hannah Lühmann: Twittern im Museum. Alles aus zweiter Hand, in: faz.net, 2013-04-27.

Pro bono-Dienste

Corporate social responsibility (CSR) “could become cultural sector responsibility – an ethical model that allows large national cultural organisations to consider the impact their work has on developing the cultural sector as a whole.”

Oonagh Murphy: Digital pro bono: Time for cultural giants to offer their services, in: guardian.co.uk, 2013-03-22.

Ein Romantik-Museum für Frankfurt?

Caspar David Friedrich (1774-1840): Auf dem Segler (Detail), 1818.   St. Petersburg, Hermitage Museum.

Und was ist aus Bettine von Arnim in Berlin geworden? Im Zorn über die bittere Armut der Bevölkerung schreibt sie Traktate, die der König kassiert. Einmal muss sie ihr Schwager Savigny, ein preußischer Minister, vor dem Gefängnis retten. Gegen ihren Willen: Sie will die Strafe als Fanal absitzen. Ihr soziales Engagement nimmt zu, und Bettine ist die Erste, die in Deutschland ganz unromantisch Industriereportagen schreibt. Es fehlte nicht viel, sie wäre „Communistin“ geworden. – Hat all dies nicht Qualitäten, die in einem Romantikmuseum Frankfurt lebendig erzählt und visualisiert werden sollten?

Hilmar Hoffmann und Hans Erhard Haverkampf: Appell für das Romantikmuseum. Frankfurts Geschenk an die Geistesgeschichte, in: faz.net, 2013-03-of.

Belanglose Dekoration (Museum)

Vor fast genau hundert Jahren hatte Marcel Proust die Nase voll von der damals angesagten Museumsmode. „Man ,präsentiert‘ heute ein Bild inmitten von Möbeln, kleinen Kunstgegenständen und Vorhängen ,aus der Epoche‘“, schrieb er im zweiten Buch der „Suche nach der verlorenen Zeit“, „in einer belanglosen Dekoration, die jetzt in neu eingerichteten Stadthäusern eine gestern noch in diesen Dingen völlig unwissende Hausherrin großartig zustande bringt. . . Aber auf allen Gebieten hat ja unsere Zeit die Manie, uns die Dinge in ihrer natürlichen Umgebung vor Augen führen zu wollen und damit das Wesentliche zu unterschlagen, nämlich den geistigen Vorgang, der sie aus jener heraushob.“

Andreas Kilb: Berliner Gemäldegalerie. Ein Vorschlag, wie man die Kunst zum Schweigen bringt. FAZ Online, 2013-02-28.

Kulturgeschichtsmuseum versus Gemäldegalerie

Das Prinzip des Kulturgeschichtsmuseums besteht darin, mit mittlerer Kunst und erstklassigem Kunstgewerbe ein Panorama einer Epoche zu entwerfen. Das schließt nicht aus, dass unter den Exponaten auch einzelne große Werke sind, wie in der sehenswerten Präsentation „Renaissance-Barock-Aufklärung“ im Germanischen Nationalmuseum, die Originale von Dürer, Altdorfer und Grien mit Meisterstücken des süddeutschen Kunsthandwerks kombiniert. Aber das Kunsterlebnis ist nicht das zentrale Anliegen dieser Museen. Vielmehr geht es ihnen darum, jene „Welten“, die MacGregor beschwört, für den Besucher zu öffnen – Lebenswelten, Gefühlswelten, Denkwelten. Das Einzelwerk ist dabei nur ein Glied in der Beweisführung.

Andreas Kilb: Berliner Gemäldegalerie. Ein Vorschlag, wie man die Kunst zum Schweigen bringt. FAZ Online, 2013-02-28.

Tudor Banquet: Belebte Ausstattung von Wohnräumen im Museum

Mr. Day emphasized that he has more in mind than presenting an exquisite table. “The thing that has been ignored by the art-history world is what these objects were used for, their function,” he said in a telephone interview. “My whole career within the museum sector has been based on trying to get precious objects out of the display cases and onto the table to show how they were used.”

Ted Loos: Setting a Place for History, in: nytimes.com, 2013-02-21.