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Twittern im Museum für Moderne Kunst

Vielleicht ist die Aktion eher eine Performance, ein Museumsflashmob mit medienkritischem Anspruch, der zeigen soll, wie kurzatmig das Kulturerleben geworden ist in einer Gesellschaft, in der sich alles ständig mit jedem auf Twitter oder Facebook teilen lässt, in der sich für manchen auch der Wert einer Ausstellung in den digitalen Einheiten von „Likes“ oder „Followers“ ausdrückt.

Anne Kohlick und Hannah Lühmann: Twittern im Museum. Alles aus zweiter Hand, in: faz.net, 2013-04-27.

Ein Romantik-Museum für Frankfurt?

Caspar David Friedrich (1774-1840): Auf dem Segler (Detail), 1818.   St. Petersburg, Hermitage Museum.

Und was ist aus Bettine von Arnim in Berlin geworden? Im Zorn über die bittere Armut der Bevölkerung schreibt sie Traktate, die der König kassiert. Einmal muss sie ihr Schwager Savigny, ein preußischer Minister, vor dem Gefängnis retten. Gegen ihren Willen: Sie will die Strafe als Fanal absitzen. Ihr soziales Engagement nimmt zu, und Bettine ist die Erste, die in Deutschland ganz unromantisch Industriereportagen schreibt. Es fehlte nicht viel, sie wäre „Communistin“ geworden. – Hat all dies nicht Qualitäten, die in einem Romantikmuseum Frankfurt lebendig erzählt und visualisiert werden sollten?

Hilmar Hoffmann und Hans Erhard Haverkampf: Appell für das Romantikmuseum. Frankfurts Geschenk an die Geistesgeschichte, in: faz.net, 2013-03-of.