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Jubiläumsausstellung “Expedition Grimm” in Kassel

Nachts noch auf der Althane geseßen, die Lindenblüthen erfüllten die ganze Luft. (Wilhelm Grimm 1821)

Tilman Spreckelsen: Austellung ‘Expedition Grimm.’ Erzählen, Edieren, Umarbeiten, in: faz.net, 28.4.2013

 

Doppelporträt von Jakob und Wilhelm Grimm, nach Ludwig Emil Grimm, 1843.

Twittern im Museum für Moderne Kunst

Vielleicht ist die Aktion eher eine Performance, ein Museumsflashmob mit medienkritischem Anspruch, der zeigen soll, wie kurzatmig das Kulturerleben geworden ist in einer Gesellschaft, in der sich alles ständig mit jedem auf Twitter oder Facebook teilen lässt, in der sich für manchen auch der Wert einer Ausstellung in den digitalen Einheiten von „Likes“ oder „Followers“ ausdrückt.

Anne Kohlick und Hannah Lühmann: Twittern im Museum. Alles aus zweiter Hand, in: faz.net, 2013-04-27.

Archiv auf verlorenem Posten…?

Archiv auf verlorenem Posten?

Über den Neubau des Archivs wurde ein Planungsstopp verhängt. Warum? Weil die Zukunft der Kunst- und Museumsbibliothek (KMB), die darin – wie das Rheinische Bildarchiv – auch untergebracht wird, wieder offen ist. Die Universität, der die Stadt diesen einzigartigen Bücherschatz, um Kosten zu sparen, gern überlassen würde, kann dazu noch keine Entscheidung treffen.

Andreas Rossmann: Neubau des Kölner Stadtarchivs. Blamagestopp, in: faz.net, 2013-04-10.

Weibliche Meisterschaft am “Bauhaus”

Even so, all three women ended up working in areas that the male-dominated design establishment did not deem to be as important as, say, architecture or industrial design, partly because they were seen as female preserves. Fewer books and exhibitions have since been devoted to them than to other disciplines. And even the most successful Bauhaus textile graduates, including Anni Albers, Gunta Stölzl and Koch-Otte, have featured less prominently in histories of the school than their male counterparts, who studied “weightier” subjects, have done.

Alice Rawsthorne: Female Pioneers of the Bauhaus, in: nytimes.com, 2013-03-22.

Illustrationen: Denni’s Pinterest-Website “Bauhaus”

Werbeanzeige des Bauhauses in der Weltbühne vom 28. April 1925.

Würdige Doktoren…

Ich erlaube mir deshalb, ein unbürokratisches Verfahren vorzuschlagen, das nicht nur kostengünstig ist, sondern alle Aspiranten befriedigen wird. Der Bundestag und der Bundesrat mögen gemeinsam beschließen, dass jedem deutschen Staatsbürger mit der Vollendung des achtzehnten Lebensjahres der Doktortitel zusteht. Eine solche Regelung braucht die Kulturhoheit der Länder nicht nachhaltig zu beeinträchtigen. Eine Bearbeitungsgebühr, die Senioren und Arbeitslosen zu erlassen wäre, würde die meisten Interessenten kaum abschrecken. Der Erlös sollte den darbenden Bildungseinrichtungen unseres Landes ungeschmälert zugutekommen. Sicher bin ich nicht der einzige, der seinen – hoffentlich rechtmäßig erworbenen – akademischen Grad von Herzen gern mit all jenen Landsleuten teilen würde, die ihn haben wollen.

Hans Magnus Enzensberger: Deutscher Titelwahn. Doktorwürde für alle! In: faz.net, 2013-02-20.

Sensory Homunculus (by btarski, 2006).

Ein Romantik-Museum für Frankfurt?

Caspar David Friedrich (1774-1840): Auf dem Segler (Detail), 1818.   St. Petersburg, Hermitage Museum.

Und was ist aus Bettine von Arnim in Berlin geworden? Im Zorn über die bittere Armut der Bevölkerung schreibt sie Traktate, die der König kassiert. Einmal muss sie ihr Schwager Savigny, ein preußischer Minister, vor dem Gefängnis retten. Gegen ihren Willen: Sie will die Strafe als Fanal absitzen. Ihr soziales Engagement nimmt zu, und Bettine ist die Erste, die in Deutschland ganz unromantisch Industriereportagen schreibt. Es fehlte nicht viel, sie wäre „Communistin“ geworden. – Hat all dies nicht Qualitäten, die in einem Romantikmuseum Frankfurt lebendig erzählt und visualisiert werden sollten?

Hilmar Hoffmann und Hans Erhard Haverkampf: Appell für das Romantikmuseum. Frankfurts Geschenk an die Geistesgeschichte, in: faz.net, 2013-03-of.

Frühlingserwachen (Wilder Mann)

La dernière série, “Wilder Mann”, marque une rupture visuelle : pendant deux ans, le photographe s’est plongé dans “l’Europe tribale” en photographiant “l’homme sauvage” à travers 18 pays. Soit un ensemble de traditions qui remontent parfois au néolithique, toujours célébrées en hiver, et qui évoquent la peur de la mort, l’espoir du printemps et du renouveau. En France et en Sardaigne, en Suisse et en Allemagne, l’homme incarne l’animal synonyme de fertilité et de renouveau, il s’habille de peaux de bêtes, enfile des cornes, se pare de cloches, de feuilles, de paille.

Claire Guillot: Charles Fréger, chasseur tribal, in: M Magazin du Monde, 2013-03-01.

Video:
Teho Teardo in concerto – Music for Wilder Mann
17 ottobre 2012 Auditorium Parco della musica, ore 21
Teho Teardo – baritone guitar, electronics
Martina Bertoni – cello
Charles Fréger – photos