Category Archives: Verlagswesen

Literaturkritik – Digital! (1)

Noch glaubt man, es sei damit getan, gedruckte Inhalte ins Netz zu stellen. Konvergenz heisst derzeit das Zauberwort in den Redaktionen, will sagen: Das Digitale soll dem Gedruckten entsprechen, das Niveau und der Nimbus von Letzterem sollen die Elektronik nobilitieren. Es hiesse zu glauben, Gedrucktes sei bis auf weiteres der Standard und das Digitale gleichsam dessen Blaupause. Aber wer wollte darauf zählen, dass es dabei bleibt, wo doch bereits in den Redaktionen selber die Frage gestellt wird, wie viel Papier denn dereinst noch bedruckt werden soll.

Roman Bucheli: Literaturkritik unter Druck. Ein Leben nach dem Papier, in: tagesanzeiger.ch, 2013-05-10.

Literaturkritik – Digital! (2)

Digitales muss nicht gleich gut sein wie Gedrucktes, um in diesem dynamischen Kontext bestehen zu können. Es muss anders oder eben besser sein. Denn Schwaches wird hier, wo das Laute, Schnelle, Schrille leicht vorherrschen kann, durch Nichtbeachtung gnadenlos (weil messbar) abgestraft.

Roman Bucheli: Literaturkritik unter Druck. Ein Leben nach dem Papier, in: tagesanzeiger.ch, 2013-05-10.

Libraries as repositories for the digital universe

From this point forward, the British Library, the National Library of Scotland, the National Library of Wales, the Bodleian Libraries, Cambridge University Library and Trinity College Library Dublin will have the right to receive a copy of every UK electronic publication, on the same basis as they have received print publications such as books, magazines and newspapers for several centuries. (…)
The regulations, known as legal deposit, will ensure that ephemeral materials like websites can be collected, preserved forever and made available to future generations of researchers, providing the fullest possible record of life and society in the UK in the 21st century for people 50, 100, even 200 or more years in the future.

See also: British Library: The Curators’ 100

Wird der Suhrkamp-Verlag zerstört?

Was er [gemeint ist Hans Barlach] verlegerisch mit seinem Anteil will, wissen wir nicht, und solange dies der Fall ist, braucht man in ihm auch nicht mehr als einen Investor zu sehen, dem es um eines geht: Rendite. Das ist auch niemandem vorzuwerfen – nur: was muss man über einen Mann denken, der jetzt Anstalten macht, mit seiner Rendite einen Verlag zumindest in seiner jetzigen Form zu zerstören?

Sandra Kegel und Edo Reents: Suhrkamp-Prozess: Das Urteil. in: faz.net, 2013-03-20.