Category Archives: Museum

Weibliche Meisterschaft am “Bauhaus”

Even so, all three women ended up working in areas that the male-dominated design establishment did not deem to be as important as, say, architecture or industrial design, partly because they were seen as female preserves. Fewer books and exhibitions have since been devoted to them than to other disciplines. And even the most successful Bauhaus textile graduates, including Anni Albers, Gunta Stölzl and Koch-Otte, have featured less prominently in histories of the school than their male counterparts, who studied “weightier” subjects, have done.

Alice Rawsthorne: Female Pioneers of the Bauhaus, in: nytimes.com, 2013-03-22.

Illustrationen: Denni’s Pinterest-Website “Bauhaus”

Werbeanzeige des Bauhauses in der Weltbühne vom 28. April 1925.

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Pro bono-Dienste

Corporate social responsibility (CSR) “could become cultural sector responsibility – an ethical model that allows large national cultural organisations to consider the impact their work has on developing the cultural sector as a whole.”

Oonagh Murphy: Digital pro bono: Time for cultural giants to offer their services, in: guardian.co.uk, 2013-03-22.

Wie der Teppich von Bayeux auch heute noch die Geschichte von Wilhelm dem Eroberer erzählt

The Animated Bayeux Tapestry

The Animated Bayeux Tapestry was created as a student project while at Goldsmiths College. Just as the historic original embroidary does, the animation depicts the lead up to to the Norman Invasion of Britain in 1066. Starts about halfway through the original work at the appearence of Halley’s Comet and concludes at the Battle of Hastings. Marc Sylvan redid the soundtrack to include orignal music and sound effects (2009-09-21).

Animation by David Newton; Music and sound design by Marc Sylvan; http://potionpictures.co.uk/ (2013-02-09).

BBC News: Bayeux tapestry panel nears completion. Members of a small community in Alderney are completing the final panels of the Bayeux Tapestry  (2013-02-09).

Ein Romantik-Museum für Frankfurt?

Caspar David Friedrich (1774-1840): Auf dem Segler (Detail), 1818.   St. Petersburg, Hermitage Museum.

Und was ist aus Bettine von Arnim in Berlin geworden? Im Zorn über die bittere Armut der Bevölkerung schreibt sie Traktate, die der König kassiert. Einmal muss sie ihr Schwager Savigny, ein preußischer Minister, vor dem Gefängnis retten. Gegen ihren Willen: Sie will die Strafe als Fanal absitzen. Ihr soziales Engagement nimmt zu, und Bettine ist die Erste, die in Deutschland ganz unromantisch Industriereportagen schreibt. Es fehlte nicht viel, sie wäre „Communistin“ geworden. – Hat all dies nicht Qualitäten, die in einem Romantikmuseum Frankfurt lebendig erzählt und visualisiert werden sollten?

Hilmar Hoffmann und Hans Erhard Haverkampf: Appell für das Romantikmuseum. Frankfurts Geschenk an die Geistesgeschichte, in: faz.net, 2013-03-of.

Belanglose Dekoration (Museum)

Vor fast genau hundert Jahren hatte Marcel Proust die Nase voll von der damals angesagten Museumsmode. „Man ,präsentiert‘ heute ein Bild inmitten von Möbeln, kleinen Kunstgegenständen und Vorhängen ,aus der Epoche‘“, schrieb er im zweiten Buch der „Suche nach der verlorenen Zeit“, „in einer belanglosen Dekoration, die jetzt in neu eingerichteten Stadthäusern eine gestern noch in diesen Dingen völlig unwissende Hausherrin großartig zustande bringt. . . Aber auf allen Gebieten hat ja unsere Zeit die Manie, uns die Dinge in ihrer natürlichen Umgebung vor Augen führen zu wollen und damit das Wesentliche zu unterschlagen, nämlich den geistigen Vorgang, der sie aus jener heraushob.“

Andreas Kilb: Berliner Gemäldegalerie. Ein Vorschlag, wie man die Kunst zum Schweigen bringt. FAZ Online, 2013-02-28.

Kulturgeschichtsmuseum versus Gemäldegalerie

Das Prinzip des Kulturgeschichtsmuseums besteht darin, mit mittlerer Kunst und erstklassigem Kunstgewerbe ein Panorama einer Epoche zu entwerfen. Das schließt nicht aus, dass unter den Exponaten auch einzelne große Werke sind, wie in der sehenswerten Präsentation „Renaissance-Barock-Aufklärung“ im Germanischen Nationalmuseum, die Originale von Dürer, Altdorfer und Grien mit Meisterstücken des süddeutschen Kunsthandwerks kombiniert. Aber das Kunsterlebnis ist nicht das zentrale Anliegen dieser Museen. Vielmehr geht es ihnen darum, jene „Welten“, die MacGregor beschwört, für den Besucher zu öffnen – Lebenswelten, Gefühlswelten, Denkwelten. Das Einzelwerk ist dabei nur ein Glied in der Beweisführung.

Andreas Kilb: Berliner Gemäldegalerie. Ein Vorschlag, wie man die Kunst zum Schweigen bringt. FAZ Online, 2013-02-28.

Tudor Banquet: Belebte Ausstattung von Wohnräumen im Museum

Mr. Day emphasized that he has more in mind than presenting an exquisite table. “The thing that has been ignored by the art-history world is what these objects were used for, their function,” he said in a telephone interview. “My whole career within the museum sector has been based on trying to get precious objects out of the display cases and onto the table to show how they were used.”

Ted Loos: Setting a Place for History, in: nytimes.com, 2013-02-21.