Literaturkritik – Digital! (1)

Noch glaubt man, es sei damit getan, gedruckte Inhalte ins Netz zu stellen. Konvergenz heisst derzeit das Zauberwort in den Redaktionen, will sagen: Das Digitale soll dem Gedruckten entsprechen, das Niveau und der Nimbus von Letzterem sollen die Elektronik nobilitieren. Es hiesse zu glauben, Gedrucktes sei bis auf weiteres der Standard und das Digitale gleichsam dessen Blaupause. Aber wer wollte darauf zählen, dass es dabei bleibt, wo doch bereits in den Redaktionen selber die Frage gestellt wird, wie viel Papier denn dereinst noch bedruckt werden soll.

Roman Bucheli: Literaturkritik unter Druck. Ein Leben nach dem Papier, in: tagesanzeiger.ch, 2013-05-10.

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